Political Due Diligence für Transaktionen
Ein regulatorisches Risiko taucht im Jahresabschluss erst auf, wenn es zu spät ist.
Bewertung politischer und regulatorischer Risiken vor Investitionen, Beteiligungen und Markteintritten.
Worum es geht
Die klassische Due Diligence prüft, was gilt. Die politische prüft, wie lange es noch gilt und wer daran gerade arbeitet.
In regulierten Branchen entsteht ein erheblicher Teil des Unternehmenswerts aus dem Rechtsrahmen: aus einer Konzession, einem Einspeisetarif, einer Marktstellung oder einer Ausnahme. Diese Positionen sind politisch veränderbar, und die Veränderung kündigt sich Jahre vorher an, meist in Dokumenten, die niemand liest.
Wir prüfen deshalb drei Dinge: welche Regelungen den Wert tragen, welche Vorhaben diese Regelungen betreffen und wie belastbar die Beziehungen des Zielunternehmens zu den relevanten Stellen tatsächlich sind. Das Ergebnis ist eine Einschätzung über die Haltedauer, nicht über das Quartal.
Die entscheidenden Punkte
Werttreiber
Welche Regelung trägt den Ertrag, und wie stabil ist sie.
Pipeline
Anstehende Vorhaben in Wien und Brüssel über die Haltedauer.
Beziehungen
Sind Kontakte institutionell verankert oder hängen sie an einer Person.
Reputation
Offene Verfahren und mediale Altlasten wirken nach dem Closing weiter.
Wie wir dabei arbeiten
Professional Analysis & Monitoring
Kuratiertes Monitoring von Vorhaben, Gesetzesentwürfen und Debatten - bewertet entlang Ihrer Business-Ziele.
High Level Strategiearbeit & Campaigning
Aus einer Business-Strategie wird ein Kommunikationsprojekt, mit dem Erfolge schneller erreicht werden.
Stakeholder & Netzwerk
Menschen zu „kennen“ hat keinen Mehrwert. Belastbare Vertrauensverhältnisse zu Entscheidungsträgern haben ihn.
Häufige Fragen
Wann sollte eine Political Due Diligence stattfinden?
Parallel zur rechtlichen und kommerziellen Prüfung, nicht danach. Wenn die Bewertung bereits steht, führt ein regulatorischer Befund nur noch zu Nachverhandlungen unter Zeitdruck oder wird abgeräumt, weil niemand den Prozess aufhalten will.
Ist das nicht Aufgabe der Anwälte?
Anwälte prüfen das geltende Recht und bestehende Verfahren, und das sehr gründlich. Die Frage, welches Gesetz in achtzehn Monaten kommt und wer es gerade schreibt, ist keine Rechtsfrage. Beide Prüfungen ergänzen einander.
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